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 |  |  |  | Stemwede, 25. März 2010 |
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Von Dieter Wehbrink Stemwede (WB). Deutlich zurückgehende Schülerzahlen werden auch in Stemwede die Schullandschaft verändern. Der Schulausschuss hat beschlossen, einen Arbeitskreis aus Politik, Verwaltung und Schulen zu bilden, der sich mit dem Problem befassen und Lösungen erarbeiten soll.
Die Gemeinde will einen Schulentwicklungsplan aufstellen, in dem es auch um mögliche Veränderungen der Grundschullandschaft geht. Beschlüsse sind aber vor der nächsten Schulausschusssitzung (Ende Juni) nicht zu erwarten. Grund dafür sind auch die NRW-Landtagswahlen am 9. Mai. Der Wähler entscheidet mit seiner Stimme auch über die künftige Schulpolitik. Eventuell steht dann die sechsjährige Grundschule an - was der Stemweder Schulentwicklungsplan natürlich berücksichtigen müsste. Schulamtsleiter Klaus Schumacher und seine Mitarbeiter haben ein umfangreiches Zahlenmaterial erarbeitet, dass den deutlichen Rückgang der Schülerzahlen eindrucksvoll dokumentiert. Nach diesen Prognosen werden die Zahlen an den Schulen vom Schuljahr 2009/2010 bis 2015/2016 wie folgt sinken. l Grundschule Haldem: Von 192 Schülern auf 156. l Grundschule Westrup: Von 92 Schülern auf 64 Schüler. l Grundschule Oppenwehe: Von 122 Schüler auf 110 Schüler. l Grundschule Levern: Von 165 Schüler auf 126 Schüler. l Hauptschule: Von 216 Schülern auf 157 Schüler (bis 2019/2020) l Realschule: Von 461 Schülern auf 310 Schüler (2019/2020) Haupt- und Realschule profitieren laut Schulleiter Jürgen Ehlers davon, dass die Gemeinde beide Einrichtungen zu einer Verbundschule zusammengefasst hat. Ansonsten hätten die zurückgehenden Schülerzahlen bereits im nächsten Schuljahr dazu geführt, dass nur drei - ziemlich große - Klassen hätten gebildet werden müssen. Der Realschule liegen nur 64 aktuelle Anmeldungen vor, der Hauptschule 32. Die Gemeinde und das Schulzentrum hätten hier in weiser Voraussicht eine richtige Entscheidung getroffen, resümierte Ehlers. Andere, vergleichbar große Kommunen, bekämen jetzt erhebliche Probleme. Ebenso wie Ehlers sprachen sich Kai Clausjürgens (FDP) und Monika Lösche (CDU) für die Gründung des Arbeitskreises aus. »Wir benötigen eine sachliche und keine ausufernde Diskussion, wie wir es seinerzeit bei der Offenen Ganztagsgrundschule in Westrup erlebt haben«, betonte Clausjürgens. Der Arbeitskreis müsse sich absprechen und Hand in Hand arbeiten, damit es nicht zu Leserbriefschlachten komme, meinte auch Jürgen Ehlers. »Wir müssen Eltern und Lehrer bei den anstehenden Entscheidungen mitnehmen«, ergänzte Monika Lösche. Jürgen Lückermann (Freie Wähler) gab schon mal die - wahrscheinliche - Richtung vor: »Die schwindenden Schülerzahlen zwingen uns zum Handeln. Dabei müssen wir, zwar nicht ausschließlich, aber dennoch wirtschaftlich denken.« Die Grundschulleiter Ansgar Matern (»Die Oppenweher Schule ist zur Hälfte frei«) und Doris Schwier (»Wir haben nach den Baumaßnahmen eine sehr schöne Schule in Westrup«) warben währrend der Sitzung unverhohlen für ihre Einrichtungen.
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