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 |  |  |  | Stemwede, 09. April 2010 |
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Stemwede. Die EDV-Verkabelung in den Verwaltungsstellen Dielingen und Levern muss erneuert werden. Auch entspricht der Leverner EDV-Raum nicht mehr dem Stand der Dinge. Mit einer Entscheidung taten sich die Mitglieder des Betriebsausschusses für das zentrale Gebäudemanagement (ZGM) aber schwer.
Kosten soll die EDV-Erneuerung insgesamt rund 80.000 Euro. In Levern könnten bis zu 43.500 Euro ausgegeben werden, meinte Klaus Tellbüscher vom Fachbereich Bauen der Gemeinde Stemwede. Das betreffe rund 30 Arbeitsplätze – zugleich wollte Tellbüscher hier günstigere Kosten nicht ausschließen. Für 24 Arbeitsplätze in Dielingen sollen demnach rund 36.000 Euro aufgewendet werden. Tellbüscher mahnte angesichts der sensiblen Daten an, dass die jetzige Situation der EDV in der Verwaltung nicht haltbar sei.
Mittlerweile gibt es von den Verwaltungsstellen Dielingen und Levern Standleitungen zum kommunalen Rechenzentrum in Lemgo. Nach Angaben von Dieter Lange, Fachbereichsleiter zentrale Dienste, bietet diese Festverbindung erheblich mehr Datensicherheit.
„Die Technik ist antiquiert. Sie war schon vor zehn Jahren veraltet“, meinte Ausschuss-Vorsitzender Jörg Tielbürger (CDU). Er bemängelte aber die aus seiner Sicht unzureichende Vorlage der Verwaltung.
Andrea Herrmann (Grüne) regte an, angesichts der Kassenlage die Sanierung in Dielingen zu verschieben. Das gehe nicht, meinte Werner Bensmann (CDU). Bei der Besichtigung habe er „die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen“. Das gehe nicht, da müsse was gemacht werden. „Sollen die Mitarbeiter in Dielingen sagen: Wir können nur langsam arbeiten“, wollte Bensmann wissen. In Dielingen müsse wegen der Datensicherheit ohnehin saniert werden.
Unverständnis über die plötzliche Dringlichkeit
Von einer „sinnvollen Maßnahme“ sprach Jürgen Lückermann (FWG). Das sei auch wegen der Datensicherheit notwendig. Paul Lahrmann (SPD) regte an, angesichts der Kosten für EDV und Gebäudeunterhalt die Kosten für zwei Standorte mit denen für einen zentralen Standort gegenüber zu stellen.
In Dielingen werde die Verwaltung noch länger arbeiten, meinte dazu Dieter Lange. „Wir müssen als Verwaltung und Dienstleister vernünftig arbeiten. Dafür brauchen wir vernünftige Infrastruktur.“ Und wenn das in Dielingen „nur für ein paar Jahre“ wäre – da sei jeder Euro gut angelegt.
Dass für die EDV Geld ausgegeben werden solle, für die zentrale Verwaltung im Schulzentrum aber nicht – das beklagte Andrea Herrmann. Und das wiederum monierte Bensmann. „Dieser Vergleich geht nicht.“
Jetzt müsse alles ruckzuck gehen, kritisierte Wilhelm Riesmeier (SPD). Bei der Verabschiedung des ZGM-Wirtschaftsplanes sei das noch nicht so dringend gemacht worden. „Das verstehe ich nicht.“ Dem stimmte auch Bensmann zu. Die Verwaltung müsse solche Vorlagen besser vorbereiten. Man könne nicht über eine „langsame Verwaltung“ meckern, aber keine vernünftige Infrastruktur geben, so Jörg Bohne (CDU).
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