»SPD-Familie« gratuliert Achim Post

von Friederike Niemeyer, Westfallen Blatt,6-5.19

Heimischer Bundestagsabgeordnete feiert mit 400 Gästen seinen 60. Geburtstag

Gerade herzt Ex-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt den Gastgeber, während sich Bundestags-Vizepräsident Thomas Oppermann erstmal Kaffee holt. Sigmar Gabriel ist auch schon da, und der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil wird noch erwartet. Großer »Bahnhof« an der Mühle Eickhorst: Achim Post feiert seinen 60. Geburtstag.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete hat Samstag mehr als 400 politische Weggefährten aus der »großen« Politik, aber auch aus seinem Wahlkreis Minden-Lübbecke begrüßt. Im zünftigen Ambiente unter den Mühlenflügeln herrschte trotz winterlicher Temperaturen entspannte Stimmung bei Kaffee und Blechkuchen, Schnittchen und Bratwurst. Prominente Politiker wie Sigmar Gabriel oder Stephan Weil, Gewerkschaftsvertreter wie DGB-Chef Rainer Hoffmann oder Bezirksvorsitzende Anke Unger und Unternehmer wie Paul Gauselmann oder Christoph Barre trafen sich zu angeregten Gesprächen und rückten bei den zwischenzeitlichen Regenschauern in der Remise und unter den Zeltdächern zusammen. Achim Posts Mutter Irene freute sich über das gelungene Fest, schüttelte aber auch ein wenig den Kopf über all die Prominenz, der man begegnen konnte: »Das ist fast ein bisschen unheimlich.«

Die Parteifreunde aus den Ortsvereinen mischten sich derweil wie selbstverständlich unter die Gäste aus der weiten Welt der Politik. Und das war wörtlich zu verstehen, war beispielsweise auch der Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas Sergei Stanishev aus Bulgarien ans Wiehengebirge gereist. »Das Wichtigste ist, dass Ihr da seid«, freute sich Achim Post über die große Schar bei seiner Begrüßung.Gabriel im Gespräch mit Rainer Hoffmann

Die Hiller Parteifreunde um ihre Vorsitzende Ulrike Grannemann hatten den Kuchen gebacken und sorgten am Grill für genügend Nachschub. Volker Siebeking, Eickhorster Ortsvereinsvorsitzender, reichte auch Ministerpräsident Stephan Weil und Bundestags-Vizepräsident Thomas Oppermann ein Würstchen über den Tresen. Die tauschten sich am Stehtisch über das derzeit schlechte Erscheinungsbild von Hannover 96 aus. Weil: »Ich gehe im Moment wirklich nicht mehr gern ins Stadion.«

Statt Geschenken bat der Gastgeber um Spenden für Kreissportbund und Jugendfeuerwehr. Dennoch gab es ein symbolträchtiges Präsent für den Jubilar. Bundestagskollege Stefan Schwartze überreichte eine Spielzeug-Eisenbahn mit markantem Tunnel. Fröhliches Lachen war die Reaktion, schließlich kämpft Post mit Schwartze gegen Pläne der Bahn, die Linie nach Berlin mit Hilfe eines teuren Tunnels abzukürzen.

Warum so viele frühere und aktuelle Würdenträger der SPD der Einladung von Achim Post gefolgt waren? Hüllhorsts Alt-Bürgermeister Wilhelm Henke fasste höchstes Lob ostwestfälisch-präzise zusammen: »Das ist ‘nen Ordentlicher.«