Faire Löhne sollten auch in Stemwede selbstverständlich sein

Stemwedes SPD-Vorsitzender Jonas Schmidt
Stemwedes SPD-Vorsitzender Jonas Schmidt
Stemweder Zeitung vom 20.7.19-  fotos SPD

SPD bezieht Stellung zur Ablehnung des  Fair-Trade-Antrages

»Faire Löhne für die Kakao- und Kaffeebauern in Afrika sollten doch wohl selbstverständlich sein«, merkte Jonas Schmidt in der Sitzung des SPD Vorstands im Gasthof Jobusch an. Damit könnte Kinderarbeit vermieden werden und es würde zu besseren Lebensbedingungen der Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika führen, wodurch auch Fluchtursachen und somit die weltweiten Fluchtbewegungen minimiert würden.

Fraktionsvorsitzender Wilhelm Riesmeier ergänzte: »Minden, Bad Oeynhausen, Hüllhorst und der Kreistag Minden-Lübbecke haben Fairtrade bereits beschlossen und in den Räten von Preußisch Oldendorf und Rahden liegen entsprechende Anträge zur Beschlussfassung vor.«

Auf Befremden stieß in diesem Zusammenhang insbesondere die Aussage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Andreas Weingärtner, dass Stemwede »nicht jedem Trend hinterherlaufen« müsse. »Für eine Partei, die sich auf christliche Werte beruft, sollte ein fairer Handel kein Trend, sondern eine Grundvoraussetzung sein. Die Idee hat er wohl falsch verstanden. Schließlich geht es darum, dass die Gemeindeverwaltung mit gutem Beispiel vorangeht, indem sie etwa nur noch Fairtrade-Kaffee ausschenkt. Dieses soll dann die Bürgerinnen und Bürger zur Nachahmung animieren«, schreibt Schmidt.

Von »Bevormundung«, wie von Weingärtner behauptet, könne überhaupt keine Rede sein. »Ziel des Fairtrade-Antrages war es, möglichst viele Partner in Stemwede anzusprechen, die dann fair gehandelte Produkte anbieten, und auch die Schülerinnen und Schüler mithilfe spezieller Bildungsangebote für das Thema zu sensibilisieren.«

Immer mehr Städte, Gemeinden und Kreise würden diese zukunftsträchtige Idee unterstützen, nur die Stemweder CDU sei mal wieder »von gestern oder gar vorgestern«, hieß es aus dem SPD-Vorstand. »Auch der Bürgermeister, der sich sonst immer so stark für das Image der Gemeinde einsetzt und nach Motto ›Wo wir sind, ist vorne‹ agiert, hat hier eine Chance für Stemwede verpasst«, schreibt Jonas Schmidt.