Jonas Schmidt führt die Ratsfraktion

Bei der konstituierenden Sitzung der SPD-Fraktion haben die Sozialdemokraten einen neuen Fraktionsvorstand gewählt. Neuer Fraktionsvorsitzender ist Jonas Schmidt.  Schmidt ist auch Vorsitzender der SPD Stemwede. Er folgt auf Wilhelm Riesmeier . Neue stellvertretende Fraktionsvorsitzende ist Martina Heitbrink, Geschäftsführerin ist Daniela Timphus. Beide Sozialdemokratinnen sind neu im Rat. Wilhelm Riesmeier ist nun stellvertretender Geschäftsführer.

Weitere Fraktionsmitglieder sind Jürgen Gläscher und Paul Lahrmann.

Als sachkundige Bürger werden Wolfgang Schröder, Kurt Gläscher, Thorsten Möller, Alexander Seibel und Christian Heitbrink die SPD-Fraktion unterstützen.

Jonas Schmidt: „Wir haben in den letzten Jahren einen Erneuerungsprozess in der SPD begonnen, den wir jetzt auch im Fraktionsvorstand fortgesetzt haben. Mit vielen neuen Mitgliedern und sachkundigen Bürgern werden wir frischen Wind in den Gemeinderat bringen.“

Diskussionen um den dritten Stellvertreter-Posten

Die konstituierende Sitzung des Stemweder Rates findet am kommenden Dienstag, 10. November, in der Begegnungsstätte in Wehdem statt und beginnt um 16.30 Uhr. Der alte und neue Bürgermeister Kai Abruszat (FDP) wird in sein Amt eingeführt.

Abstimmen wird der Rat auch über die stellvertretenden Bürgermeister. Bislang gibt es drei ehrenamtliche Stellvertreter, die den hauptamtlichen Ratsvorsitzenden unterstützen. Künftig könnten es nur noch zwei sein, wenn es nach den Überlegungen von CDU und FDP geht. Diese Zahl von zwei ehrenamtlichen Stellvertretern ist laut NRW-Gemeindeordnung die Mindestzahl.

Die CDU dürfte Hans-Henning Köchy als 1. stellvertretenden Bürgermeister vorschlagen. Zuletzt war wegen des Postens des 2. stellvertretenden Bürgermeisters eine Abstimmung über Vorschläge von CDU und SPD erwartet worden.

Die Sozialdemokraten und die Grünen sind im Stemweder Rat eine Listenverbindung eingegangen. Bei der Wahl für den Posten des 2. stellvertretenden Bürgermeisters werden Martina Heitbrink und Uta Gesenhues vorgeschlagen. Denkbar ist, dass CDU, FDP und FWG einen eigenen Vorschlag machen.

Der Posten eines dritten Bürgermeister-Stellvertreters war vor sechs Jahren mit Beginn der damaligen Wahlperiode eingeführt worden. Dass es einen dritten Stellvertreter geben sollte, das hatte der damalige SPD-Gemeindeverbandsvorsitzende Paul Lahrmann abgelehnt.

CDU, Liberale und FWG-Ratsherr Jürgen Lückermann sind ebenfalls eine Listenverbindung eingegangen. Jürgen Lückermann, der laut Vorgaben der Gemeindeordnung eigentlich als einzelnes Ratsmitglied nur in einem Ausschuss mit beratender Stimme sitzen würde, soll durch diese Listenverbindung zu Sitzen in drei Ausschüssen kommen.

Zu Beginn der früheren Wahlperiode im Spätsommer 2014 hatte FWG-Ratsherr Jürgen Lückermann Listenverbindungen mit SPD oder CDU noch abgelehnt und erklärt, die Freien Wähler wollten sich an Sachentscheidungen orientieren. Damals aber hatte die FWG noch Fraktionsstärke. Von Fall zu Fall wolle man entscheiden, „zum Wohl der Gemeinde und nicht zum Wohl einer bestimmten Partei“, so Jürgen Lückermann im Sommer 2014.